Fund bei Lebus: Museum präsentierte 1000 Jahre alten Silberschatz

Eine einzelne Münze, des mehr als 2100 Silbermünzen umfassenden Schatzes von Lebus, ist am 22.01.2016 im Heimatmuseum in Lebus(Brandenburg) zu sehen.

Eine einzelne Münze, des mehr als 2100 Silbermünzen umfassenden Schatzes von Lebus, ist am 22.01.2016 im Heimatmuseum in Lebus(Brandenburg) zu sehen.

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dpa

Lebus

Ein Teil der im Herbst in Lebus (Märkisch-Oderland) gefundenen fast 2.200 Silbermünzen ist am Freitag im Heimatmuseum der Stadt erstmals der Öffentlichkeit gezeigt worden. Es handelt sich um den bislang größten Silberschatzfund in Brandenburg, teilte das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege mit.

Frank Slawinski, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger mit Lizenz, hatte die Münzen in einem Abhang mit einer Sonde entdeckt. Sie stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Es handelt sich um sogenannte Hochrandpfennige - wegen ihres hohen Randes. Sie waren in Lebus nur einen Tag zu sehen.

Funde gehören dem Land

Immer wieder finden aufmerksame Hobbyarchäologen wertvolle Schätze. Mal sind es Gold- und Silbermünzen, dann Kultgegenstände oder steinzeitliche Werkzeuge. Die Funde gehören dem Land, das sie an Museen gibt. Wer sie nicht abgibt, macht sich strafbar.

In Brandenburg gibt es 150 ehrenamtliche Hobbyarchäologen, die mit Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege unterwegs sind. Sie werden regelmäßig weitergebildet.

Ohne Genehmigung darf nicht gegraben werden. Auch der Besitzer des Grund und Bodens muss die Schatzsuche beispielsweise auf dem Acker gestatten. Im Land gibt es rund 30.000 bekannte archäologische Fundplätze aus der Stein- und Bronzezeit. (dpa)