Ein Schritt über die Schwelle genügt, um zu verstehen, wo diesem Viertel der Schuh drückt. Im Entree des „Bunten Hauses“ stapeln sich Kisten voller geretteter Lebensmittel. Die Begrüßung hier ist familiär, man kennt sich beim Vornamen. Während in der einen Ecke zwei Mütter bei einer Tasse Kaffee die Ferienplanung jonglieren und das Spielzimmer nebenan bebt, herrscht in den Beratungsräumen noch Ruhe vor dem Sturm. Gleich wird der erste Besucher mit einem Stoß Wohngeld-Anträgen unter dem Arm anklopfen; ein anderer sucht passende Kleidung. Das „Bunte Haus“ ist Auffangbecken und Zufluchtsort zugleich – für alle, die im behördlichen Dschungel sonst durchs Raster fallen.
Kiezleben
Mehrgenerationenhaus in Hellersdorf: Warum das „Bunte Haus“ für viele ein Rettungsanker ist
Vom Kleinkind bis zur Rentnerin: Im Hellersdorfer Mehrgenerationenhaus „Buntes Haus“ treffen sich täglich Menschen, die Beratung, Gemeinschaft oder konkrete Hilfe brauchen.
9 Min
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Schild des Mehrgenerationenhauses in Berlin-Hellersdorf.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung