Auf den ersten Blick scheint Samras Lächeln nicht so recht zu seinem Image zu passen. Müssen böse Jungs nicht böse gucken? Samra macht Straßenrap, der böse Blick gehört zur Inszenierung. Doch zum von ihm geförderten Dance-Workshop mit ein paar Berliner Teenagern am Donnerstag erscheint er freundlich, mit festem Händedruck.
Vielleicht liegt es daran, dass er hier niemandem etwas beweisen muss – eine 40-minütige Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der Thermometersiedlung entfernt, dem Hochhausviertel am südlichen Stadtrand, in dem Hussein Akkouche aufgewachsen ist. Heute ist er einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands, mit mehreren Nummer-eins-Hits. Die Thermo, wie die Siedlung im Kiez heißt, gilt als einer der schwierigsten Orte im wohlhabenden Südwesten Berlins.
Kürzlich schossen Unbekannte auf Samras Friseursalon „Cutaleya“ in Steglitz. Der Rapper spricht nicht gern darüber. Und so wird dieses Interview ein Gespräch über den 186er Bus, seine große Familie und über ein Viertel, das die meisten Berliner nur aus Rap-Videos kennen.
Exklusiv
Vom 186er-Bus zum Lamborghini: Samra über seine Kindheit in der Thermo
Samra ist einer der erfolgreichsten Rapper Berlins und wuchs in einem der schwierigsten Kieze der Stadt auf. Ein Gespräch über die „Thermo“ in Lichterfelde-Süd.
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„Heut hab' ich Million'n, aber Panikattacken“, rappt Samra.
© Jordis Antonia Schlösser