Plattenbauten, Arbeiterviertel, Ost-Berlin: Das ist das Bild, das viele mit Marzahn-Hellersdorf verbinden. Rund 294.000 Menschen leben heute in dem gut 62 Quadratkilometer großen Bezirk am nordöstlichen Rand Berlins. Zu ihm gehören die fünf Ortsteile Marzahn, Hellersdorf, Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Während im Norden die in den 1970er- und 1980er-Jahren entstandenen Plattenbaugebiete das Bild prägen, finden sich im Süden eher Einfamilienhäuser und Siedlungsgebiete.
Nach einem starken Bevölkerungsrückgang um die Jahrtausendwende wächst der Bezirk seit 2009 wieder kontinuierlich. Heute treffen hier unterschiedliche Generationen, Wohnformen und Lebensgeschichten aufeinander – in einem Bezirk, der sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder verändert hat. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die Politik. Heute ist Marzahn-Hellersdorf eine Hochburg der AfD. Doch blau war es hier nicht immer. Ausgerechnet Die Linke war hier fast 30 Jahre lang fest verankert. Wer verstehen will, warum der Bezirk heute politisch so aussieht, muss zurückblicken.
Bezirksgeschichte
Vom roten Bezirk zur AfD-Hochburg: Der politische Wandel in Marzahn-Hellersdorf
Einst war Marzahn-Hellersdorf eine Hochburg der Linken, heute holt die AfD hier ihre stärksten Ergebnisse in Berlin. Ein Blick auf einen Bezirk im politischen Wandel.
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Blick auf Wohngebiete in Marzahn-Hellersdorf.
© IMAGO/Sabine Gudath