Einsteigen, bitte!: Acht tolle Berlin-Ausflüge mit den Öffis

Von Petra Ahne Ida Luise Krenzlin

Tram 68 Köpenick

Schön, schöner, am schönsten! Wer die Tram 68 nicht kennt, hat echt was verpasst.

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Zehn U-Bahnlinien, 15 S-Bahn-Linien, 22 Trambahn- und 198 Buslinien, dazu unzählige Umsteigemöglichkeiten  – vom dicht gewebten Berliner Nahverkehrsnetz kann man sich zu jedem Punkt der Stadt tragen lassen. Man nutzt Bus und Bahn, um anzukommen, die Fahrt selbst ist der lästige Teil. Es sei denn, man macht zur Abwechslung mal den Weg zum Ziel, wählt eine Linie und bleibt einfach sitzen. Versprochen: Es lohnt sich. Hinter den Fenstern warten unverhoffte Entdeckungen, überraschende Ansichten, nie betretene Stadtteile. Und die Erkenntnis, dass auch BVG-Linien Charakter haben.

Für Stadtmüde – Bus 222 von Lübars nach Tegelort

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Berlin ist kein Dorf. Lübars schon. Hier endet die Linie 222.

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imago/Jürgen Ritter

Das Besondere am 222er ist seine Endstation: Alt-Lübars ist nämlich ein waschechtes Dorf. Mit Dorfplatz, Kirche, alten Bauernhäusern und natürlich dem traditionsreichen „Dorfkrug“ zum Einkehren.

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Für Realisten – Mit der M6 vom Hackeschen Markt nach Hellersdorf

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Exkursion mit der M6 in die Plattenbaubezirke Hellersdorf, Marzahn und Hohenschönhausen.

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Thomas Uhlemann

Wie beeindruckend groß die Plattenbau-Großsiedlungen Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf sind, lässt sich am besten  in der Tram M6 erspüren – einst gebaut, um die bis zur Landesgrenze reichenden Neubauprojekte zu erschließen.

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Für Eigenbrötler – Mit der U55 vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor

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Immer hin und her. Einschlafen kann man in der U55 wirklich nicht.

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Wer keine Lust hat auf schmuddeliges Stoßzeiten-Gedrängel,  nehme die kürzeste U-Bahnlinie der Stadt: neu, blitzblank und fast Berliner-frei. Dafür beliebt bei Touristen.

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Für Orientierungslose – Mit der Ringbahn einmal um die Stadt

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Der Mauerbau hatte 1961 die Berliner Ringbahn unterbrochen. Nach 41 Jahren wurde im Jahr 2002 der Ring endlich wieder geschlossen.

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Immer im Kreis, wie früher die Modelleisenbahn: Die betörende Ordnung der Ringbahn bringt wieder Klarheit in den vom großstädtischen Nahverkehrsnetz verwirrten Kopf. Und hat man eine Station verpasst, kein Problem: In 57 Minuten kommt sie wieder.

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